Ein Forschungsprojekt des Institutes für Pflegewissenschaft - Universität Basel

Das INTERCARE Modell

Kernelemente des INTERCARE Modells

INTERCARE Pflegefachperson Interprofessionelle Zusammenarbeit Gesundheitliche Vorausplanung Evidenzbasierte Instrumente Multi- dimensionales geriatrisches Assessment Datenbasierte Qualitäts- entwicklung

1. INTERCARE Pflegefachperson

Eine speziell in jeder Pflegeinstitution eingestellte, diplomierte Pflegefachperson mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung in der Pflege von älteren Menschen.

2. Interprofessionelle Zusammenarbeit

Verbesserung der Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Mitarbeitenden durch die Entwicklung von internen Strukturen und Prozesse (z. B. Austauschgefässe, Anpassung von Visiten).

3. Gesundheitliche Vorausplanung

Mit jeder neu eintretenden Bewohnerin/neu eintretendem Bewohner werden die folgenden Punkte in einem Gespräch besprochen: Wunsch bezüglich Reanimation, Spitaleinweisung und des Einsatzes von Antibiotika.

4. Evidenzbasierte Instrumente

STOP&WATCH-Tool: zur Verbesserung der Erkennung von Frühwarnzeichen für eine Verschlechterung des Zustands von Bewohnenden (Zielgruppe: Assistenz- und Hilfspersonal, FaGe)
ISBAR-Tool: zur besseren Strukturierung von Informationen über eine klinische Situation für die Rücksprache mit einem Arzt/einer Ärztin (Zielgruppe: Pflegefachpersonen und FaGe).

5. Multidimensionales geriatrisches Assessment

Gezieltes Assessment der Bewohnenden mit geeigneten, von den einzelnen Pflegeinstitutionen definierten Assessmentinstrumenten, wenn eine Veränderung im Zustand der Bewohnenden festgestellt wird. Berücksichtigung von 5 geriatrischen Dimensionen: Physisch, psychisch, funktionell, sozio-ökonomisch, Wertvorstellungen & Ressourcen.

6. Datenbasierte Qualitätsentwicklung

Nutzung von routinemässig erhobenen Informationen, um Probleme bei der Pflegequalität zu erkennen und einen Plan zur Verbesserung des ausgewählten Qualitätsproblems (z. B. Polymedikation) zu erstellen mit Hilfe eines PDCA-Zyklus.
Verwendung Reflexionsinstrument: zur Reflexion jeder ungeplanten Verlegung auf den Notfall oder ins Spital, um im Team Gründe für die Verlegung und die potenzielle Vermeidbarkeit in zukünftigen Situationen zu besprechen.